Neues aus Meta

»Im Landesklinikum Amstetten ist Familie Fritzl sicher. Ein Therapeutenteam kümmert sich um die traumatisierten Opfer - und schirmt sie hermetisch ab. Denn draußen läuft eine hemmungslose Jagd. Fotografen klettern auf die Bäume vor der Klinik, ein TV-Team brach sogar ein. Aus Amstetten berichtet Julia Jüttner«

Der Spiegel ist auch nur Bild, kein Millimeter Pseudodistanz macht das besser.

Ich weiß nichts über diesen Frtizl, will auch nichts wissen, schon bei der ersten Headline zum Fall musste ich mich beinahe übergeben. Ich verstehe nicht, ganz unrhetorisch, warum berichterstattet wird, so umfassend und überall: Ich will das nicht immerzu um die Ohren gehauen bekommen.

Eure Einzelschicksale könnt Ihr Euch in den Arsch stecken, Ihr widerlichen Aasgeier.

   

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Ich glaube ja, dass jeder Hinweis auf das Update ein Symptom ist.

   

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GEZ

Es kommt mir seltsam vor, dass die öffentlich-rechtlichen Sender so panisch ins Netz wollen. Es mag sein, dass es eine perspektivisch zwingende Notwendigkeit der Ergänzung oder gar des Wechsels gibt, aber in der Zwischenzeit könnte man auch ein wenig selbstbewusster mit dieser Übergangsphase der Medienwelt umgehen. Die Angst vor der Beschränkung auf »programmbegleitende Dienste« ist unbegründet. Sie darf der Lust an der eigenen Kernkompetenz weichen.

Wenn ich als Medienverantwortlicher etwas zu sagen hätte, dann würde ich die Richtung umkehren. Anstatt mehr oder weniger konzeptlos ins Netz zu taumeln, würde ich das Netz in das Fernsehgerät holen. Nicht unbedacht, das Surfen von der Couch scheint mir eher uninteressant, sondern eben »pogrammbegleitend«. Kurz gesagt: programmbegleitende Dienste könnten das neue »Videotext« sein.

Die uralte, textbasierte Technik darf ruhig bleiben. Aber mit einem Internetanschluss am Fernsehgerät würde die Programmbegleitung ganz neue Wege gehen können, aufregende Wege, sehr nah an jenen, die vor der Flimmerkiste sitzen. Von frei wählbaren Textüberlegern (wie ist der Spielstand, zeige mir jene Infos, die ich sehen will und das in einer Größe, die meinem Sehvermögen entspricht) bis hin zu vertiefenden Informationen (wer ist dieser Mensch, der da gerade interviewt wird, hat der Bücher geschrieben, oh, das klingt interessant, kaufe ich jetzt).

Technisch gesehen wäre das eine optionale, frei individualisierbare und stehts aktuelle Darstellungsebene über dem laufenden Programm. Mit Texten, Bilder, Animationen, Filmen, Chaträumen, was auch immer. Hab weder Zeit noch Lust, darüber lange nachzudenken. Ich wundere mich nur ein wenig, warum die das nicht machen. Land ohne Ideen.

   

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Familienbande.

   

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»Ich möchte hier aber auch darauf hinweisen, dass der Anstieg der Lebensmittelpreise heute im Wesentlichen nicht auf Biokraftstoffe zurückzuführen ist, sondern […] auch auf nicht ausreichend prognostizierte Ernährungsgewohnheiten in den sich entwickelnden Ländern. In diesen Monaten ist eine der wesentlichen Diskussionen in Indien das "second meal": Man isst zweimal am Tage.«

   

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»Me and my mate decided to tap on the tables

   

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Innenansichten.

   

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Rokoko, Saint Privat, solch einen Bass hätte ich gerne im Hinterkopf, da draußen. Eine Häkeldecke aus der immer gleichen Geschichte. Ich konnte mal häkeln, glaube ich. Aber das ist lange her. Heute ist alles überzogen von Häkeldecken.

   

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Wenn ich auf dem Balkon stehe und rauche, sehe ich an manchen Tagen meinen Steuerberater unten vorbeigehen. Er ist schwarz gekleidet, immer, und er streckt seinen Kopf bei jedem Schritt nach vorn. Wie eine Taube. Er schaut nie zu mir hinauf. Irgendwann werde ich ein Brötchen hinunterwerfen.

   

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394 of 783 Atlas Sheets.

   

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Lieder verbrennen.

   

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Jedes Mal, wenn ich dort reinschaue, kommt mir das in den Sinn. Während ich also beginne, ein wenig zu lesen und zu schauen, windet sich Elton in meinem Ohr: Mein Hirn hat einen Schaden, ich werde es bestrafen. Rache gibt es für 99 Cent bei iTunes, es wird heute nichts anderes zu hören bekommen.

   

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Hatte ich schon gesagt, dass ich bildblog scheiße finde? Bildblog-Leser sind die Bild-Leser des Internets: voller Persilgefühle, über Bande sozusagen. Ekel zweiter Hand.

(Auf der Suche nach erfüllenden Hobbys beginne ich mit Aufzucht und Pflege stiller Aversionen.)

   

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Stand: 2008-05-15 18:00
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