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GEZ
Es kommt mir seltsam vor, dass die öffentlich-rechtlichen Sender so panisch ins Netz wollen. Es mag sein, dass es eine perspektivisch zwingende Notwendigkeit der Ergänzung oder gar des Wechsels gibt, aber in der Zwischenzeit könnte man auch ein wenig selbstbewusster mit dieser Übergangsphase der Medienwelt umgehen. Die Angst vor der Beschränkung auf »programmbegleitende Dienste« ist unbegründet. Sie darf der Lust an der eigenen Kernkompetenz weichen.
Wenn ich als Medienverantwortlicher etwas zu sagen hätte, dann würde ich die Richtung umkehren. Anstatt mehr oder weniger konzeptlos ins Netz zu taumeln, würde ich das Netz in das Fernsehgerät holen. Nicht unbedacht, das Surfen von der Couch scheint mir eher uninteressant, sondern eben »pogrammbegleitend«. Kurz gesagt: programmbegleitende Dienste könnten das neue »Videotext« sein.
Die uralte, textbasierte Technik darf ruhig bleiben. Aber mit einem Internetanschluss am Fernsehgerät würde die Programmbegleitung ganz neue Wege gehen können, aufregende Wege, sehr nah an jenen, die vor der Flimmerkiste sitzen. Von frei wählbaren Textüberlegern (wie ist der Spielstand, zeige mir jene Infos, die ich sehen will und das in einer Größe, die meinem Sehvermögen entspricht) bis hin zu vertiefenden Informationen (wer ist dieser Mensch, der da gerade interviewt wird, hat der Bücher geschrieben, oh, das klingt interessant, kaufe ich jetzt).
Technisch gesehen wäre das eine optionale, frei individualisierbare und stehts aktuelle Darstellungsebene über dem laufenden Programm. Mit Texten, Bilder, Animationen, Filmen, Chaträumen, was auch immer. Hab weder Zeit noch Lust, darüber lange nachzudenken. Ich wundere mich nur ein wenig, warum die das nicht machen. Land ohne Ideen.
 | etcpp, 2008-05-01 12:49
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thema [Das Internet und ich] comment
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