Luftadern

Draußen ziehen die Eiffeltürme vorbei, sie spannen ihr Netz über den Bäumen, Wiesen, Kraftfahrzeugen. Dächern. Die Häuser darunter schauen nach Süden. Als würden sie auf Erlösung warten. Die Männer auf einem Fußballplatz stehen in Reihe, kein Herrenchor ist zu hören. Hinten verlieren sich Details zu einem Bild, ich sitze in Fahrtrichtung, mein Ziel ist der Nordpol.

Die Taubenscheiße zeichnet den Baum nach, auf dem Asphalt. Ich nehme keine Umleitung, sondern schließe die Augen; die Welt gewinnt an Wirklichkeit. Sein Bild hat sich eingebrannt, Distelmeyer, er rotzt auf die Bühne, für diesen kurzen Moment fließen in seinem Gesicht zusammen: die Macht, die Lust, der Ekel. Seit Köln existiert, kann ich in Düsseldorf singen.

   

   
thema [Augenblicke]
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Online seit: 11.11.2003
Stand: 2008.09.07, 10:58
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