Jetzt trinke ich schon die fünfte Tasse Kaffee und die Erkältung wird immer noch nicht besser.

   

    link (no comments)  ... comment  



Berlin, Berlin, das Myspace unter den Städten.
Alle rennen hin, niemand weiß, wieso.

   

    link (one comment)  ... comment  



Berlin, Berlin, das Antville unter den Städten.
Die machen bestimmt auch bald dicht.

   

    link (4 comments)  ... comment  



Preferences

Langsam wird es ungemütlich, wird ja immer mehr, hier, immer neue Textfragmente, oben, das immer gleiche, unten. Wird noch eine Zeit lang so bleiben, jeden Tag einen Tag mehr an der Front, ich kann von dieser Zeichnung da unten nicht lassen. Bin nicht gut. Im Weglegen. Denke darüber nach, mich dem Weglegen ganz zu verweigern und die Toleranzgrenze im Lesen zu suchen, Deine Grenze; wie viele Stunden darf eine Seite laden. Für ein neues Wort. Und welches Wort wäre es wert, Stunden zu warten. Oder ein Leben.

   

    link (no comments)  ... comment  



Alles riecht noch nach Dir, in mir.

   

    link (no comments)  ... comment  



Der Kleine hat ein neues Bett.
Meines hat sich halbiert.

   

    link (6 comments)  ... comment  



zwo

… Logistikproblem …da können wir stolz sein … von drüben, rechts reden sie auf englisch, es geht um Chemie und Standorte, … hat einen langen Schwanz, sagt die Frau direkt links. Das macht ein Lächeln in meinem Bauch. Bevor es mein Gesicht erreichen kann, lösen die nachfolgenden Worte es auf, es geht um einen kleinen Hund, er hat einen braunen Fleck auf der Stirn, ein kleiner, kläffender Gorbatschow. Alles bleibt hässlich. Die Sprachfetzen sabotieren meinen Plan, alles ist verflogen, das Handbuch bleibt in der Tasche, halb gelesen, was man so lesen nennt, kennt man ja alles, steht ja nix Neues drin, so geht business und die Übelkeit ist wieder da. Ich wünsche mir diese Tische weg. Die Engländer heben die Hand, sie zahlen, dann die Logisten, dann die Frauen, es funktioniert. Das müsste verifiziert werden, aber kein Wunsch fällt mir ein, nicht einmal auf die Schnelle, aber vielleicht funktioniert es ja auch mit einem erdachten Wunsch. Ich will noch einen Kaffee. Wie viele Minuten muss man einem Wunsch geben, bis seine Erfüllung zwangsläufig wird, wäre ja schließlich kein Wunder, wenn ich hier eine Stunde säße und dann käme ein Kaffee. Eine Minute? Ab jetzt.

Drei Minuten. Die Erfüllung eines erdachten Wunsches dauert also drei Mal länger. Früher dachte ich immer, ich würde sterben, bevor ich dreißig Jahre alt bin, vermutlich werde ich also neunzig Jahre alt, auch mit neunzig noch ein Bündel angefangener Geschichten, immer nur zwei Sätze oder drei, und immer mit dem letzten Satz nur einen einzigen Punkt entfernt von der Langeweile. Jede Wiederholung macht Dich zum Replikanten, vielleicht sogar jede Wiederholung im Wesen, es bleibt nur die Illusion von einer Absage an die Selbstähnlichkeit, die unerklärliche Sehnsucht nach dem Neuen, man kann einen ganzen Tag auf der Schadowstraße sitzen, es wird keinen Passanten geben, der auf Händen läuft. Ich sehne mich nach einer echten Unordnung der Welt. Werde nach Hause gehen und üben. Handstand.

Weiterschreiben, obwohl ein Text zu Ende ist. Das ist gut, Niemandsland, letzter Gast auf der Party, ich ignoriere euer Gähnen. Ich will noch einen Kaffee. Fünfzehn Sekunden, schon besser. Ich will ficken. Das ist gut, schwere Prüfung, ich sitze im Café, wie sollte da ficken wohl funktionieren, das muss ja unerfüllbar bleiben. Unerfüllbare Wünsche um das Prinzip zu widerlegen. Vielleicht ist das ja der wirkliche Trick mit dem Wünschen, dass man sich in den Parametern der Wirklichkeit bewegt. Drauf geschissen.

Geiles Klavier, geile Trompete. Habe immer geglaubt, für Musiker ist das anders. Immer wieder die Euphorien im Hören, würde gerne wissen, wie es ist, Musiker zu sein. Die Erdmöbel vor einigen Wochen, in der Kulturkirche, war ja fassungslos, dass die so gut sind und gleichzeitig so unbekannt. Sofort losgerattert, scheiß Homepage, scheiß Marketing, scheiß Timing, scheiß Cover, scheiß Fotos, scheiß irgendwas, direkt auch drüber nachgedacht, mich anzudienen, es und alles eben besser zu machen, das sollte doch gehen, dass die bekannter werden und Tage später erst begriffen, dass es vielleicht so, wie sie es machen, eben doch und einzig: richtig ist.

Schon wieder ein Ende. Weiterschreiben. Immer weiter schreiben. Und das Lesen vor dem Schreiben aufhören lassen. An diesem Tisch muss man gebeugt sitzen. Wenn man sich anlehnt, dann bläst die Klimaanlage in den Nacken. Würde jetzt passen, irgendwas zu schreiben vom Gebeugt- und vom Aufrechtsein und vom Wind. Drauf geschissen, alles müde. Ich würde gerne einen Mann fotografieren, der sich um eine Tanksäule klammert, ARAL, nachts und nackt. Das Bild ist in meinem Kopf, es fehlt die Kamera, der Mann, die Tankstelle, die Nacht.

Ungetrunken, diesen Kaffee lasse ich stehen.

   

    link (3 comments)  ... comment  





Vielleicht, wenn ich das Aufreibende weglasse. Vielleicht, wenn ich keine konzeptionelle Arbeit mehr mache, keinen Marketingscheiß, keinen Text und kein Garnichts und eben die Fresse halte, wenn ich das Falsche sehe. Vielleicht, wenn ich das Wegsehen lerne. Vielleicht, wenn ich sowieso nur noch reine Gestaltung, ganz kleine Flamme, ganz ohne Ehrgeiz, und vor allem ohne diesen versteckten Ehrgeiz, den privaten, diese unselige Sehnsucht nach dem Beweis. Vielleicht, wenn ich endlich lerne, zu hören und zu nicken. Und nichts zu wollen. Vielleicht könnte es dann egal sein. Und ertragbar.

Vielleicht also Plan B, Überbrückungsgeld statt vollendeter Armut. Diesen bescheuerten Businessplan machen. Soll man ja, muss man ja, wir sind ja alles kleine Businesse. Und dann nur Illustrationen, Seitengestaltung, das einfaches Zeugs eben, das könnte doch gehen, vielleicht. Was auch sonst.

   

    link (2 comments)  ... comment  



Und ob da jemand ist, der ihre offline stories lesen wird.

   

    link (one comment)  ... comment  





Ich liege auf dem Rücken im Gras und mit einem Mal weiß ich, es ist nicht das Haus und es sind nicht die Menschen, es ist dieser Garten. Ich liege auf dem Rücken im Gras und schaue in den Himmel. Ich fotografiere Wolken. Sie sterben, sobald ich den Auslöser drücke, nur eine vage Erinnerung bleibt. Dann sehe ich den Regenbogen, ein Wurmfortsatz nur, kurz und dick, und ich nehme den Pimpf auf meinen Schoß und ich nehme seinen Kopf in meine Hände, drehe ihn behutsam in Richtung des Regenbogens, er schaut und findet »Oh, wie wunderwunderschön.«

»Das ist kein Regenbogen«, sagt meine Mutter, »es regnet doch nicht.« Ich rede von Wasser und Wolken und Licht und ich denke, oh doch, Mutter. Es regnet.

   

    link (one comment)  ... comment  



Einer

Als Kind, irgendwann, da muss ich Anlauf genommen haben und gesprungen sein, hinaus aus all dem. Ein misslungener Dreisprung, Viersprung, mit jeder Berührung des Bodens ein farbiger Klecks auf grauem Asphalt, lebendige Kleckse, ich hüpfe bis heute. Das Leben und ich, wir verlangen zu viel von mir, wie soll das auch gehen, ein Bub bin ich noch, im Körper eines Mannes und hüpfend. Bin noch nicht reif, man verdirbt sich den Magen an mir.

   

    link (no comments)  ... comment  



Und ich halte inne. Es ist einer dieser Impulse, ein Gefühl, dass etwas Besonderes geschehen könnte, müsste, und ich verharre bewegungslos und ich denke, dass es ja so nicht weitergehen kann, dass ja der Boden schon erreicht sein sollte, dass ich ja nur zu blind bin, den Ausgang zu finden, zu blind und zu blöd, und ich warte auf die Erleuchtung. Dann schaue ich hoch und sehe in dem Regal vor mir die Glühbirnen, 40 Watt, 25 Watt, und ich höre ein leises Lachen und ich merke nicht sofort, dass es mein eigenes ist.

   

    link (no comments)  ... comment  



Und du wunderst dich, dass ich nicht kämpfe.

Und wie sollte ich kämpfen, wenn doch jemand den Kampf verlieren muss. Und wie sollte ich kämpfen, wenn doch der Schmerz unausweichlich ist. Und wie sollte ich kämpfen, wenn doch der Kampf allein dazu diente, ihn für mich selbst zu vermeiden, den Schmerz.

   

    link (3 comments)  ... comment  



 
Online seit: 11.11.2003
Stand: 2008.07.22, 00:56
Youre not logged in ... Login


Juli 2008
MoDiMiDoFrSaSo
123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
28293031
Juni

tröste dich daran, dass jetzt...
*
sehr gute geschichte. (nicht, dass...

Großartig. Seelenwanderung zwischen Lebenden.
Zwei Blatt
Meine Frau war weitestgehend in...

Apple hätte es auch fast...
iPhohne
Apple hat mit der weltweit...

Und muss trainiert werden.

Die Freiheit ist ein Muskel.

Das Konzept Zucker ist mir...

»Es war nur ein Arm...

RSS feed


Made with Antville
powered by
Helma Object Publisher